Beim Blick auf die privaten Versicherungen wird die Unfallversicherung manchmal vergessen. Doch man sollte einmal überlegen, ob man ohne diese Police wirklich gut und gern auskommen will. Denn die gesetzliche Unfallversicherung oder eine gewöhnliche Haftpflichtversicherung leisten nicht unbedingt Ersatz bei allen möglichen auftretenden Schadensfällen. So besteht für zahlreiche Unfallsituationen bei Privatmenschen daher keine Absicherung aller Risiken. Unfälle geschehen nun einmal an den verschiedensten Orten und nicht nur in für gefährlich bekannten Situationen.
Häufigster Ort, wo Unfälle passieren, ist der private Haushalt. Statistiken geben darüber Auskunft, dass vor allem im eigenen Haus der Ort des Geschehens liegt, wenn sich ein Unfall ereignet. Ob Putzen, Freizeitsport oder Heimwerken, bei diesen Tätigkeiten passieren viel mehr Unfälle in jedem Jahr, als beispielsweise im Straßenverkehr oder an Arbeitsplätzen, die als gefährlich eingestuft wurden.
Mit der gesetzlichen Unfallversicherung sind diese Risiken aber nicht abgedeckt. Nur Unfälle auf dem Betriebsgelände oder auf dem Weg zur Arbeitsstelle sind für den Erwerbstätigen mit versichert. Um die privaten Schadensfälle ebenfalls abzusichern, benötigt man eine gesonderte private Unfallversicherung. Da die Beiträge für eine Unfallversicherung nicht allzu sehr das Haushaltsbudget belasten, kann man sich diese Versicherung im allgemeinen auch leisten.
Die Versicherer haben die Unfallversicherung in den letzten Jahren auf veränderte Bedürfnisse der Versicherten angepasst. Insbesondere ältere Menschen, die allein wohnen, können nach einem Unfall verstärkt auf Hilfe angewiesen sein, die über eine reine ärztliche Versorgung und den Maßnahmen zur Wiederherstellung der Gesundheit hinausgeht. Daher bieten die meisten Anbieter heute über die Standards hinaus zusätzliche Leistungen an, die diesen Zweck erfüllen. Einkaufen, Putzen oder andere Dienste können von vornherein vereinbart und in die Versicherungsleistungen mit aufgenommen werden.
