Hunderte Menschen sterben jedes Jahr in Folge von Bränden. Die meisten davon in ihrer eigenen Wohnung. Viel gefährlicher als das eigentliche Feuer ist dabei die Gefahr einer Rauchvergiftung. Bei Bränden in Gebäuden entwickelt sich in der Schwelbrandphase hochgiftiger Rauch, bestehend aus Kohlendioxid und Kohlenmonoxid. Werden die Wohnungsinsassen davon im Schlaf überrascht, können bereits wenige Atemzüge zur Bewusstlosigkeit und anschließenden Erstickung führen. Diese Gefahr betrifft jeden.
Irrtümlich nehmen Besitzer von Steinhäusern manchmal an, dass ihr Haus nicht brennen könne. Sie übersehen dabei, dass nicht das Haus an sich, sondern Teppiche, Tapeten und Möbel vom Schwelbrand erfasst werden. Somit ist die Gefahr genauso groß, wie in jedem anderen Haus. Und obwohl die Medien immer wieder von Rettungstaten von Nachbarn oder Haustieren berichten, die den Brand rechtzeitig bemerkt haben, sind auch diese „Rettungsanker“ nicht wirklich zuverlässig. Nach Ausbruch eines Brandes kann die Situation bereits nach 2- 4 Minuten lebensgefährlich werden. Bis dahin sollte man sich bereits aus der brennenden Wohnung gerettet haben.
Die zuverlässigste Hilfe bei der Entdeckung von Bränden sind Rauchmelder bzw. Brandmelder. Sie alarmieren bei Brandgefahr so laut, dass man auch im Schlaf geweckt wird und sich rechtzeitig in Sicherheit bringen kann. Auch wenn tagsüber Feuer ausbricht, helfen Rauchmelder wertvolle Minuten zu sparen, da sie die Rauchentwicklung frühzeitig melden. Einen Brand rechtzeitig zu bemerken, bedeutet oft den Unterschied zwischen Katastrophe oder Überleben. Im Idealfall meldet sich der Rauchmelder so schnell, dass eine Familie die Chance hat, kleine Brandherde noch selbst löschen.
Leider gibt es noch keine bundeseinheitliche Gesetzgebung, welche die Installation von Rauchmeldern in Wohnungen vorschreibt. Bisher haben nur wenige Bundesländer entsprechende Gesetze geschaffen. Letztendlich obliegt es jedem selbst, für die Sicherheit seiner Familie vor Feuer-Katastrophen zu sorgen. Der einfachste Weg ist die Ausstattung der Wohnräume mit einer genügenden Anzahl funktionierender Rauchmelder. Ein Funktionstest vor der Installation sollte selbstverständlich sein. Am besten lässt man sich dazu von einem fachlich kompetenten Anbieter von Sicherheitstechnik beraten.
