Besonders bei jungen Mädchen und Frauen erfreut sich Ohrenschmuck höchster Beliebtheit und gilt oft noch unbewusst als Initialisierungsmerkmal des Übergangs vom Mädchen zur Frau. In den meisten Fällen wird ein Loch ins Ohr gestochen, durch welches der Anhänger vom Ohrring geführt wird. Daneben nutzen viele einen Ohrclip, der ohne Aufwand am Ohr befestigt werden kann, wozu es auch kein Ohrloch benötigt.
Ohrenschmuck ist in unterschiedlichsten Varianten erhältlich. Meist werden tatsächlich Ringe genutzt, hingegen sind Stecker auch sehr beliebt, die oftmals mit einem kleinen Stein versehen sind.
Ohrringe existiert bereits seit nahezu 10.000 Jahren und sowohl die Fertigung als auch die dabei zum Einsatz kommenden Materialien haben sich mit der Zeit entwickelt und verändert. Besonders bei den Materialien wurden viele ausprobiert und wieder verworfen. So trugen die Menschen von vor über zwei Tausend Jahren noch Ohrenschmuck aus Knochen oder etwa Holz. Erst mit der Entstehung der abendländischen Kultur ist Ohrenschmuck auch aus unterschiedlichsten Metallen zu erhalten. Kunststoff wird ebenso zur Herstellung genutzt, wie auch Glas, Perlen oder diverse schmückende Steine.
Die gesamte Facette der Ohrringe und Ohrhänger umfasst also ebenso kleine wie große Teile, sogar riesige Gehänge mit Federschmuck oder Korallen existieren heute. Von Ringen am Ohr und der Nase stammen auch die heutigen Piercings ab, welche ihre Verwendung zum Beispiel am Bauchnabel finden. Ältere Kulturen haben diese als Riten-förderndes Instrument eingesetzt und es wurde bis heute erhalten.
