Während Hasen früher nur als Nutztiere gehalten wurden, sind sie als Haustiere inzwischen sehr beliebt geworden. Kein Tierfreund kann sich heute noch vorstellen, diese liebenswürdigen Tierchen zu essen. Wenn man einen Hasen kaufen will, muss man sich vorher Gedanken machen, ob er draußen oder drinnen gehalten werden soll. Das ist unter anderem auch eine Platzfrage. Ein großer Hase ist für eine kleine Wohnung eher nicht so gut geeignet, sondern eher für eine Haltung im Garten. Hier kann man ihm ein Freigehege bauen, in dem er genug Auslauf hat. Eine reine Stallhaltung führt zu körperlichen und seelischen Defiziten.
Ein Hase muss sich bewegen, ausgiebig hoppeln und Haken schlagen, wie es seiner Natur entspricht. Das geht natürlich nicht im Stall, sondern es muss mehrere Stunden am Tag ein entsprechender Freilauf gewährleistet sein. Eine sehr gute Möglichkeit ist eine Voliere, die sowohl als Behausung als auch als Freilauf dient. Dafür muss die Gesamtfläche allerdings groß genug sein. In der Voliere kann man ein großes Schlafhaus aufstellen sowie einige Leitern und schräge Bretter anbringen, um dem Tier immer wieder neue Anreize zu bieten, sich ausgiebig zu bewegen. Volieren eignen sich aufgrund der Größe auch für die Hasen Haltung von mehreren Exemplaren.
Für die Wohnung kann man einen Zwerghasen oder ein Kaninchen in Betracht ziehen. Wer allerdings nicht sehr viel Zeit hat, sollte gleich zwei Häschen anschaffen. Hierbei muss man auf das Geschlecht achten. Zwei Böcke in einem Käfig vertragen sich nicht. Es kommt immer wieder zu Machtkämpfen und gegenseitigem Beißen. Daran ändert auch eine Kastration beider Tiere nichts. Besser ist die Haltung von einem Bock und einem Weibchen, wobei mindestens eines der Tiere kastriert sein muss, sofern man keine Hasenzucht aufmachen möchte. Zwei Weibchen vertragen sich ebenfalls gut. Entgegen weitläufiger Meinungen ist die Kombination Hase und Meerschweinchen ebenfalls nicht besonders gut geeignet. Die Art sollte besser unter sich bleiben.
