Graupapageien können ein stolzes Alter von 60 Jahren erreichen. Das sollte man sich vor Augen führen, bevor man sich einen Graupapagei anschafft. Leider ist die Einzelhaltung alles andere als artgerecht. In der freien Natur leben diese Tiere in Schwärmen und so sollte man zumindest zwei Tieren ein Zuhause geben. Selbst wenn man sich viel mit dem Papagei beschäftigt, kann er aus der Einsamkeit heraus aggressive Wesenszüge entwickeln oder anfangen, sich die Federn auszurupfen.

Auch wenn man zwei Graupapageien anschafft, können diese sehr zutraulich werden und sich dem Menschen sehr stark anschließen. Das Tier wird dann die Aufmerksamkeit seines Besitzers hartnäckig einfordern. Man muss also nicht aus Angst, das Tier könne scheu bleiben, nur einen einzelnen Papagei kaufen. Ob das Tier allerdings sprechen lernt, dafür gibt es keine Garantie. Die Begabung ist bei den meisten sicherlich vorhanden, inwieweit diese aber genutzt und ausgebaut wird, liegt an jedem Tier selber. Und das ist unabhängig davon, ob die Tiere zu mehreren oder einzeln gehalten werden.

Der Käfig für den Graupapagei sollte groß genug sein. Die Käfige, die oft aufgrund ihres Aussehens und ihrer runden Form gekauft werden, sind für die Graupapagei Haltung denkbar ungeeignet. An den Stäben dieser Käfige können die Tiere noch nicht einmal hochklettern, darum wird man solche Heime von keinem Graupapageienzüchter empfohlen bekommen. Ideal wäre eine Voliere, die mindestens zwei Meter lang und je einen Meter hoch und breit ist. Außerdem sollte den Tieren täglich Freiflug im Zimmer ermöglicht werden. Hierfür kann man an manchen Stellen Äste oder ähnliches unter der Decke befestigen, damit die Papageien einen Landeplatz haben.

Ein Graupapagei muss natürlich auch erzogen werden, wenn man nicht will, dass die gesamte Einrichtung dem starken Schnabel zum Opfer fällt. Die Papageien-Erziehung funktioniert am besten mit Lob, welcher bei erwünschtem Verhalten durch lobende Worte sowie ein Leckerli zum Ausdruck gebracht wird. Unerwünschtes Verhalten wird mit Tadel und vorübergehender Nichtachtung bestraft. Da diese Tiere nicht dumm sind, lernen sie sehr schnell, was sie dürfen und was nicht. Als Nahrung reicht man neben dem im Handel angebotenen Graupapagei Futter frisches Obst, Gemüse, Beeren und Salat, was auch als dauerhafte Ernährung für die Vögel sehr empfehlenswert ist.

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