Frettchen gehören zur Familie der Marder und stammen von den Iltissen ab. Wer ein Frettchen kaufen möchte, muss sich vorher versichern, dass alle Familienmitglieder damit einverstanden sind. Sie haben nämlich zugegebenermaßen einen recht eigentümlichen Geruch, der nicht jedem behagt. Nicht umsonst wird gesagt, dass jeder in der Familie einmal eine Geruchsprobe machen sollte, bevor man über die Anschaffung von Frettchenwelpen nachdenkt.

Die Tiere dürfen niemals alleine leben, weil sie sonst Psychosen entwickeln und verkümmern. Wer über ein Frettchen als Haustier nachdenkt, muss mindestens zwei Tiere anschaffen. Das bedeutet auch, dass der entsprechende Platz vorhanden sein muss. Man kann die Tiere nicht in einem engen Frettchenkäfig unterbringen, denn sie brauchen viel Auslauf. Deshalb ist eine nicht zu kleine Voliere ein Muss. Außerdem brauchen diese Kleintiere viel Freilauf, bei denen ihnen auch etwas geboten werden muss. Sie brauchen zum Beispiel verschiedene Untergründe sowie Röhren, Tunnel und Höhlen zum Durchkriechen. Man kann ihnen auch alte Schuhe und Handtaschen zum Erkunden anbieten.

Am besten richtet man den Frettchen gleich ein ganzes Zimmer ein, in dem natürlich Kabel und ähnliches tabu sein sollten. Die kleinen Nager könnten sonst in große Gefahr geraten, wenn sie die Kabel anknabbern. Die Tiere wollen immer möglichst nah am Geschehen sein, wodurch sie sehr zutraulich werden. Deshalb muss man sehr aufpassen, dass man sie nicht aus Versehen mit in die Waschmaschine steckt oder auf sie drauftritt, wenn man den Haushalt macht. Von einer Frettchen Haltung in kleinen Wohnungen ist eher abzuraten, weil die Tiere so viel Raum benötigen.

Neben dem Freilauf in der Wohnung sollte man den Tieren auch Freilauf draußen bieten und das zu jeder Jahreszeit. Günstig ist auch hier, auf möglichst vielen Untergründen zu laufen wie Schotter, Gras, Asphalt, Sand usw. Das sorgt für Abwechslung und neue Sinnesanregungen. Die Frettchen gewöhnen sich recht schnell an die Leine, obwohl ihnen anfangs das Anlegen des Geschirrs nicht behagt. Mit ein wenig Geduld klappt das aber bald besser, denn die klugen Tiere wissen nach ein paar Tagen, dass es nach draußen geht, wenn der Besitzer mit dem Geschirr kommt.

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