Die Magersucht (Anorexia nervosa) ist eine ernstzunehmende psychische Erkrankungen mit massiven Auswirkungen auf den Körper. Die Krankheit gehört zu den Essstörungen und betrifft in erster Linie junge Mädchen, wenngleich seit Jahren bei den jungen Männern ebenfalls die Fallzahlen ansteigen. Die Ursachen der Magersucht liegen zumeist in der Kombination aus mehreren Faktoren zu denen sowohl genetische Vorbelastungen als auch seelisch belastende Lebensumstände zählen. Die Betroffenen verfügen häufig über geringes Selbstbewusstsein und fühlen sich durch ihr soziales Umfeld (Familie) eingeengt und fremdbestimmt. Die Erkrankung trifft überdurchschnittlich oft so genannte „Musterkinder” die sehr angepasst leben und perfektionistische Ansprüche an sich selbst stellen.
Typische Symptome der Magersucht
Das auffälligste Symptom ist zweifellos die starke Abmagerung des Körpers, die von den Betroffenen typischerweise nicht wahrgenommen wird, vielmehr leben sie trotz massivem Untergewicht weiter in dem quälenden Gefühl zu dick zu sein. Sobald die Patienten mit ihrem auffälligen Essverhalten Anstoß erregen – sie essen nur noch kleine Mengen kaloriearmer Speisen, oder lassen Mahlzeiten komplett ausfallen – setzen sie alles daran ihr krankhaftes Verhalten zu verbergen. Sie geben vor krank zu sein oder bereits anderweitig gegessen zu haben, um gemeinsame Mahlzeiten zu vermeiden. Der tägliche Gang auf die Waage wird zu einem festen Ritual, wobei kleine Gewichtszunahmen schnell zu depressiven Verstimmungen führen können.
Wie kann die Krankheit therapiert werden?
Wenn das Untergewicht bereits lebensbedrohliche Ausmaße erreicht hat, ist eine stationäre Therapie in einer Klinik mit Infusionen und künstlicher Ernährung unumgänglich, anschließend kann eine Psychotherapie beginnen, die später ambulant fortgeführt wird
