Dem Charme von Katzenbabys kann kaum jemand widerstehen. Bei ihnen ist das Kindchenschema noch viel stärker ausgeprägt als bei erwachsenen Katzen. Oft findet man in Zeitungen oder am Schwarzen Brett des Supermarkts Anzeigen mit dem Wortlaut: “Katzenbabys zu verschenken”. Da ist die Versuchung groß, sich so ein niedliches Fellbündel ins Haus zu holen.
Allerdings sollte man bedenken, dass auch ein Katzenbaby, welches man geschenkt bekommt, Geld kostet. Schließlich muss das Kleine noch geimpft, manchmal auch entwurmt werden. Außerdem steht mit dem Eintreten der Geschlechtsreife eine Sterilisation an, die ebenfalls nicht billig ist. Diese Kosten muss man vor der Anschaffung bereits einkalkulieren. Eine gewisse Grundausstattung muss ebenfalls eingeplant werden. Eine Katzentoilette sollte aus hygienischen Gründen auf jeden Fall neu gekauft werden, wohingegen man einen Katzen-Kratzbaum auch gebraucht erwerben kann.
Die Aufzucht der Katzeninder ist auch aufwändiger als wenn man ein erwachsenes Tier erwirbt. Die kleinen Katzen sind meist noch nicht stubenrein und müssen erst an den Toilettengang gewöhnt werden, was aber relativ schnell geht. Des Weiteren muss man ihnen ein Mindestmaß an Erziehung angedeihen lassen, damit sie nicht die teuren Vorhänge zum Klettern benutzen und ihre Krallen nur an der dafür vorgesehenen Stelle schärfen.
Im Tierheim kann man ebenfalls kleine Katzen kaufen, wobei hier eigentlich von kaufen keine Rede sein kann. Das Tierheim verlangt nur einen geringen Betrag, der es für die Kosten der bereits erfolgten Impfungen entschädigt. Außerdem soll der „Kaufpreis” dazu dienen, dass der Käufer den Wert des Katzen-Babys höher einstuft und sich nicht bei nächster Gelegenheit des neuen Haustiers entledigt. Wer sich aus vollem Herzen für ein Katzenbaby entscheidet, wird künftig mit bedingungsloser Liebe und Dankbarkeit belohnt.
