Stevia (Süßkraut oder Honigkraut) ist ein natürlicher Süßstoff. Er wird aus der Stauden-Pflanze Stevia rebaudiana gewonnen, deren Heimat in Paraguay liegt. Stevia könnte den Zucker ersetzen. Er ist 300 mal süßer, hat keine Kalorien und es entsteht kein Zahnbelag. Er hat positiven Einfluss auf Blutzuckerspiegel sowie Blutdruck und eignet sich gut für Diabetiker und Übergewichtige.

Für die süßende Wirkung sind Steviol-Glykoside (Steviosid, Rebaudiosid A, Rebaudiosid, Dulcosid A) verantwortlich, die aus den Blättern der Pflanze gewonnen werden. Der Geschmack ähnelt dem der chemisch hergestellten Süßstoffe, ist leicht bitter und erinnert an Lakritze. Wird der natürliche Süßstoff Stevia enzymatisch gewonnen (nur Rebaudioside), verschwindet der bittere Geschmack.

Bei der Anwendung von Stevia mangelt es an Erfahrung. Es gibt weder geeignete Rezepte, noch eine genaue Umrechnungsformel. Entweder schmecken die Kuchen zu süß oder sie gelingen nicht, da der Zucker als nötiges Volumen fehlt.

Stevia ist von der Europäischen Union noch nicht als Lebensmittel zugelassen. Es wurde bis jetzt nicht nachgewiesen, dass der Verzehr gesundheitlich unbedenklich ist. In einigen Studien an Ratten und Hamstern wurde gezeigt, dass sehr hohe Stevia-Dosen bei männlichen Tieren die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen. Die südamerikanischen Ureinwohner verwenden Stevia schon seit einigen Jahrhunderten für ihren Tee. In Asien, USA, Neuseeland sowie Mexiko ist er bereits zugelassen, also als unbedenklich eingestuft.

Wer Stevia als Zuckerersatz der Zukunft testen möchte, findet Internet-Händler, die den Süßstoff beispielsweise als Badezusatz in Form von Pulver, Sirup und Blättern anbieten. Bezüglich der Produktqualität sei Vorsicht geboten, da diese von keiner Lebensmittel-Behörde kontrolliert wird.

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