Für die Ausbildung zum Industriekletterer muss man auf alle Fälle Schwindelfrei sein. Denn es werden hauptsächlich Arbeiten in großen Höhen ausgeführt. So ist auch ein Arbeiten über Gewässern oder Schluchten möglich. Hauptsächlich werden sie in Höhen eingesetzt in denen es nicht möglich ist ein Gerüst aufzubauen. Aber auch das Arbeiten an Bäumen ist möglich. Die Forstwirtschaft setzt besonders bei gerüstlosen Arbeiten auf den Einsatz von Industriekletterern. Des weiteren gibt es im Bereich der Fensterreinigung die Möglichkeit der Beschäftigung.
Somit ist das Aufgabengebiet eines Industriekletterers sehr groß. Bereits während der Ausbildung lernt man das pflegen von Fassaden. Es werden Arbeiten an hohen Schornsteinen ausgeführt. Aber auch Vermessungen müssen ausgeführt und protokolliert werden. Bei Baumschäden ist der Einsatz eines Industriekletterers immer gefragt. Die Bäume müssen oft beschnitten werden, beispielsweise an Gleisanlagen damit der Zugführer freie Sicht hat. Genau so müssen Montagearbeiten erledigt werden, wie beispielsweise eine Taubenabwehranlage an einem Hochhaus zu installieren. Natürlich zählt auch das Plakatieren bei großen Veranstaltungen an Hochhäusern zum Aufgabengebiet. Aber auch die Restaurierung an alten Kirchen, beispielsweise an einer Kirchturmuhr.
Für die Ausbildung zum Industriekletterer muss man mindestens 18 Jahre alt sein. Die Ausbildung erfolgt hauptsächlich an Privatschulen und ist somit kostenpflichtig. Zusätzlich muss ein ärztliches Attest vorgelegt werden. Dies muss die Ansprüche der Berufsgenossenschaft erfüllen. Weiter ist für die Ausbildung ein Nachweis für die Teilnahme eines Ersthelferlehrgangs wichtig.
Nach bestandener Ausbildung bekommt der Auszubildende einen FISAT-Ausweis (Fach- und Interessenverband für seilunterstützte Arbeitstechniken). Mit diesem ist es möglich sich bei Firmen die Industriekletterer einstellen sich zu bewerben.
