Der aktuelle Bauzins ist günstig wie selten in der Vergangenheit und wer jetzt bauen oder eine Immobilie erwerben will, hat gute Karten. Doch wie sieht es mit Darlehensnehmern aus, die sich noch in der Zinsbindung befinden? Dieser Personenkreis muss auch nicht tatenlos zusehen, wie die Zinsen derzeit in den Keller purzeln. Wer jetzt seine Bank wechseln will, um anderswo günstige Konditionen zu nutzen, sollte jedoch nicht den Fehler begehen und aus dem laufenden Vertrag bei seiner Bank aussteigen. Dieser Schritt ist immer mit teuren Vorfälligkeitsentschädigungen verbunden. Banken bestrafen ihre Kunden für den Zinsausfall mit diesen Vorderungen, die schnell einen vierstelligen Betrag ausmachen können.
Sinnvoller und günstiger ist es, sich den aktuellen Niedrigzins auf eine andere Weise zu sichern. Ein Forward- oder Vorratsdarlehen hilft, bis zu 60 Monate im Voraus den Zinssatz zu konservieren. Auf diese Weise lassen sich die Zinsen für den Anschlusskredit sichern. Viele Banken haben sich bereits darauf verlegt, ein solches Forward- Darlehen zu vergeben. Die Kosten dafür sind längst nicht mehr so hoch wie früher. Das Forward- Darlehen ist bei vielen Bank kaum teurer, als ein Baudarlehen, das sofort ausgezahlt wird.
Wer sich für ein Forward- Darlehen entscheidet muss jedoch auch berücksichtigen, dass der einmal vertraglich vereinbarte Zins Gütigkeit zur Anschlussfinanzierung hat. Ist der Zins gefallen, muss der Kunde das Darlehen dennoch zu den einmal vereinbarten Konditionen abnehmen. Doch bieten einige Geldgeber bereits Forward- Darlehen gegen einen Zinsaufschlag an, die eine kurzfristige Kündigung ermöglichen.
