Ausbauhäuser sind Fertighäuser, deren Innenausbau der Bauherr nach individuellen Wünschen und Vorstellungen selbst übernehmen kann. Welche Leistungen und Ausbaustufen dabei jeweils Hersteller und Bauherr übernehmen, muss in Ermangelung genauer gesetzlicher Vorschriften bei jedem Vertragsabschluss einzeln festgelegt werden.
Üblicherweise gehören zum Lieferumfang mindestens eine Kellerdecke, manchmal aber auch ein Ausbaukeller, weiterhin alle Wände, ein fertig eingedecktes Dach mit Dachunterschicht und Schornstein, einmontierte Fenster inklusive der Rollläden, eine Haustür sowie alle Rohre für Gas-, Wasser-, und Abwasseranschlüsse. Des Weiteren wird die Fassade fertig verputzt und wärmegedämmt geliefert.
Sämtliche weitere Ausbaustufen des Ausbauhaus kann der Bauherr dann eigenständig vornehmen. Je nach Anbieter können zusätzlich zu den Leistungen des üblichen Lieferumfangs mehr oder weniger umfangreiche Ausbaupakete gewählt werden. So bieten viele Anbieter an, sich neben der Wärmedämmung der Wände auch um die Dämmung des Dachs oder um die Installation der kompletten Heizungsanlagen und den Anschluss sämtlicher Elektrogeräte zu kümmern. Auch bieten die meisten Anbieter Beratung bei Detailfragen, etwa den Fliesen oder Tapeten und sogar den zugehörigen Materialien wie den passenden Fliesen- oder Tapetenklebern. Egal für welche Ausbaumaßnahmen in Eigenarbeit sich der Bauherr entscheiden sollte, ist es allerdings immer zu empfehlen, einen Bauexperten als Bauleiter hinzuzuziehen. Dieser kann die Konstruktion in Absprache mit dem Bauherrn überwachen und Baumängel verhindern.
Vor dem Einzug in das Ausbauhaus steht die Abnahme durch einen Prüfer des Bauordnungsamts. Dieser überprüft, ob die Energiesparverordnung, insbesondere jedoch die Vorschrift der winddichten Errichtung eines Neubaus, eingehalten wurde. Auch um Probleme mit dem Bauordnungsamt zu vermeiden, kann deshalb die Inanspruchnahme eines versierten Bauleiters von Vorteil sein.
